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Aktuelles aus dem Stadtarchiv

Filmkünstlerin Veronika Dräxler
Foto: Ekaterina Skerleva
Künstlerin Veronika Dräxler
Foto: Ekaterina Skerleva
Filmvorführung Femme Sulfuresuse mit Veronika Dräxler
Foto: Ekaterina Skerleva
Filmkünstlerin Veronika Dräxler und Stadtarchivar Simon Kalleder
Foto: Ekaterina Skerleva
Veronika Dräxler und Stadtarchivar Simon Kalleder
Foto: Ekaterina Skerleva

Filmkünstlerin Veronika Dräxler zeigte ihr Werk "Femme Sulfureuse" im Stadtarchiv

Ende November wurde der Lesesaal des Stadtarchivs Wolfratshausen zum Filmsaal: Filmemacherin und Künstlerin Veronika Dräxler zeigte vor gelandenen Gästen ihre künstlerische Arbeit "Femme Sulfureuse". Zu deutsch "Dämonische Frau". Der rund zehnminütige Kurzfilm ist Teil eines mehrjährigen Werkzyklus, der sich mit der Sichtbarkeit weiblicher Akteurinnen in historischen Repräsentationsräumen sowie mit den politischen und ästhetischen Dimensionen von Erinnerung befasst.

Première Dame mit Wolfratshauser Verwandtschaft

Ein besonderer Bezug zu Wolfratshausen ergibt sich durch Henriette Poincaré (1858–1943), die damalige Première Dame Frankreichs. Im 19. Jahrhundert besuchte sie einen Sommer lang ihren Onkel Friedrich Moosbauer hier in Wolfratshausen und lernte Deutsch. Diese wenig bekannte Verbindung zwischen lokaler Geschichte und internationaler Diplomatie bildet einen Ausgangspunkt für Dräxlers künstlerische Recherche. Henriette Poincaré wurde von der französischen Presse zu damaliger Zeit sehr kritisch betrachtet. Sie hatte deutsche Wurzeln und war in dritter Ehe kinderlos verheiratet - die französische Presse gab ihr damals den wenig schmeichelhaften Titel "Femme Sulfureuse".

Der Besuch in Wolfratshausen wurde nun auch im Film aufgegriffen. Dabei spielte die Zusammenarbeit mit Simon Kalleder, dem Leiter des Stadtarchivs, eine zentrale Rolle: Seine archivarischen Recherchen und historischen Einordnungen ermöglichten eine präzise Kontextualisierung der Wolfratshauser Spuren Henriette Poincarés und öffneten den Blick für die lokalhistorischen Resonanzen. Aus diesem Anlass fand die Preview des Films nicht nur in Paris sondern auch in Wolfratshausen statt. Stadtarchivar Simon Kalleder hatte einige Gäste geladen. Zur Feier des Tages hatte die Künstlerin eine Champagnerflasche aus Frankreich mitgebracht. Die Gäste staunten, als die Künstlerin stilecht der Flasche mit einem Säbel den Hals abschlug. 

Drehort Klein-Anwesen

Gedreht wurde der Film sowohl in der Residenz der deutschen Gesandte in Paris – dem früheren Wohnhaus der Poincarés nach ihrer Zeit im Élysée-Palast – als auch im sogenannten Klein-Anwesen in Wolfratshausen. Beide Orte fungieren im Film als erinnerungstragende Räume, in denen Dräxler performativ historische Spuren, atmosphärische Überlagerungen und zeitgenössische Perspektiven auf weibliche Präsenz miteinander verschränkt.

Die Arbeit entsteht im Rahmen des Programms „Verbindungslinien“ des BBK Bayern, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, und ist zugleich Teil von Dräxlers künstlerischer Forschung, die sie ab diesem Jahr im Programm SACRe an der ENS/Université PSL Paris weiterführt. Dräxler stammt ursprünglich aus Oberbayern, lebt und arbeitet derzeit in Paris und pendelt regelmäßig zwischen München und Frankreich.

 

Stadtarchivar Simon Kalleder im Interview auf BR2

Die Flößerei ist von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt worden. Anlass für den Bayerischen Rundfunk unseren Stadtarchivar Simon Kalleder zur Flößerei auf der Loisach zu befragen.

Hier geht´s zum BR-Interview. Das Gespräch startet bei Minute 3.40.

Gute Unterhaltung beim Zuhören.

 

 

1121 - 900 Jahre Kloster Beuerberg

Unterschiedliche Schlaglichter auf die 900-jährige Geschichte des Klosters Beuerberg wirft der prächtig illustrierte Band  1121 - 900 Jahre Kloster Beuerberg aus der Volk Verlag.

In 28 fundierten historischen Beiträgen namhafter Autoren, darunter bekannte Historiker, wird das klösterliche Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Auch Stadtarchivar Simon Kalleder wurde um einen Beitrag gebeten. In seinem Text beschreibt er die Rolle der Flößerei für das Klosterdorf Beuerberg.

"Die Flößerei war im 18. Jahrhundert ein alltägliches Transportmittel, vergleichbar heute mit dem LKW-Verkehr. Deshalb wurde nur wenig darüber geschrieben und entsprechend schwierig war die Suche nach Quellen zur Flößerei auf der Loisach speziell im Hinblick auf Beuerberg", erklärt Historiker Simon Kalleder. Nach langer Suche wurde er u. a. im Staatsarchiv in München fündig. Seine Erkenntnisse können Sie im Band nachlesen.

Wer einen Blick in den Band werfen möchte, findet im Stadtarchiv ein Leseexemplar vor. Einen Eindruck von der Ausstattung des Buches vermittelt die Bilderstrecke.

 

1121 - 900 Jahre Kloster Beuerberg

Herausgeber: Christoph Kürzeder

ISBN: 978-3-86222-402-9

504 Seiten

Preis: 50 €

Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Volk Verlag.

 

 

 

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